Queen of Twilight

Chas Newkey-Burden : Queen of Twilight. Stephenie Meyer (Biografie).

Dieses Buch habe ich auch für einen Euro auf einem Sonderangebotstisch eines Billig-Ladens gefunden. Mal einen Blick auf Stephenie Meyer werfen, stellte ich mir interessant vor.

So ein riesengroßer Erfolg wie Meyer ihn hat, entsteht meiner Meinung nach nicht zufällig, sondern muss irgendwo in ihr und ihrem Werdegang begründet sein. Auf S. 54 wird sie von Chas Newkey-Burden mit den Worten zitiert: „Ich habe das Schreiben nur durchs Lesen gelernt, das war mein einziges Training.“ Aber wie viele Menschen lesen ebenfalls sehr viel und versuchen sich am Schreiben? Jedoch bereits der Umgang mit der eigenen Sprache und der Stil vieler Hobby-AutorInnen lösen kommentarlose Abwendung, Kritik oder gar ziemlich böse Kommentare der Lesenden aus. Von Respektlosigkeiten über Ignoranz bis hin zur Hochachtung habe ich mich über Kommentare und die dahinterstehenden KommentatorInnen auf wattpad gewundert.

Meyers Aussage ist vielleicht doch etwas zu bescheiden, denn zumindest muss der literarischer Input bei ihr auf einen wertvollen Nährboden gefallen sein. Und siehe da: Die Bestseller-Autorin hat ein Englisch-Studium absolviert, sich also sehr intensiv mit der Sprache auseinander gesetzt.

Über das Leben der 1973 geborenen Meyer steht wenig in dem Büchlein. Ich glaube inzwischen, sie scheint es nicht so zu mögen, viel über sich und ihr Privatleben bekannt zu geben, denn auch auf ihrer HP steht unter Bio eher etwas über ihre Bücher als über sie. Wer an Meyers Werdegang interessiert ist, sollte ihren Wikipedia-Eintrag kostenlos lesen.

Rein tabellarisch betrachtet, wirkt Meyers Vita langweilig. Sie hat alle Stationen erfolgreich absolviert und blieb unauffällig. Nach ihrem Studium wurde sie Hausfrau und Mutter. In meinem Umfeld wäre es als Katastrophe angesehen worden, wenn eine Frau diesen Jahrgangs, trotz Hochschulabschluss zu Hause bleibt, also nichts aus sich macht und die Intelligenz im Haushalt wieder zusammenschrumpfen lässt. Aber im sozialen Umfeld Meyers war dieser Entwicklungs-(Rück-)Schritt üblich, unüblich eher das Studium, da sie als Mormonin aufgewachsen und bei dieser Religion geblieben ist. Interessanterweise hat sie ihr Studium mit Stipendium an einer Mormonen-Universität absolviert. Mein Gedanke dazu war, warum fördert die Uni eine Frau mit einem Stipendium, wenn Frauen sowieso nur Hausfrauen und Mütter werden(?). Das dieses Stipendium kein verschenktes Geld ist, sondern Meyers Erfolg den Mormonen und der betreffenden Uni viel Aufmerksamkeit zurückbringen wird, konnte wohl damals kein Mensch wissen. Stark religiöse Menschen würden vielleicht sagen, Meyers Erfolg sei eine göttliche Fügung.

Was ist in der dieser Biografie, namens „Queen of Twilight“ das Besondere oder was steht da ausser der Vita noch drin?

Auf die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, kurz und besser bekannt als Mormonentum, wird in dem Buch näher eingegangen. Welche Besonderheiten die Religion mit sich bringt und wie Meyer demzufolge gelebt hat. Davon sind nicht nur Dates und Sex betroffen, sondern auch u.a. die Musikauswahl. Meyer sagt selbst, die Religion hat einen großen Einfluss auf ihr Leben und Schreiben.

Newkey-Burden scheint viel in Meyers Leben herumgeschnüffelt zu haben, so dass er diverse Leute aus ihrer Vergangenheit, wie z.B. einen ihrer ehemaligen Lehrer zitiert. Das Buch „Queen of Twilight“ ist eher eine Mischung aus journalistischer Schnüffelei und Analysen anstelle einer Biografie.

In der Mitte des Buches ist ein Fototeil, mit einigen Farbfotos.

Auf die Entstehung von Twilight geht Chas Newkey-Burden sehr gründlich ein. Bis dahin fand ich das Buch inhaltlich noch interessant. Auch die Phase der Veröffentlichung hat mich interessiert. Aber dann er hat ihre Romane zusammengefasst und analysitert, was ich nervig fand und nur quergelesen habe. Newkey-Burden ist immer wieder sehr bemüht den mormonischen Einfluss in Meyers Romanen aufzuzeigen, z.B. Zurückhaltung und Enthaltsamkeit von Bella und Edward. Dann hat er leider alle Rezensionen zu Twilight durchgearbeitet, oder geradezu analysiert. Diesen Teil habe ich auch nur überflogen. Als er dann aber Rezensionen zum zweiten Band auch noch analytisch behandelte, hatte ich die Nase voll und habe die Lektüre abgebrochen. Was Solls? Es hat nur einen Euro gekostet. Aber für den Verlag summieren sich auch die vielen einzelnen Euros, die wir alle zusammen für solche seltsamen Bücher quasi wegwerfen.

Daniela Ohms : Harpyienblut

Harpyienblut ist Daniela Ohms Debütroman, wurde 2011 veröffentlicht und ich habe das Buch 2017, als eingeschweißte Hardcover-Ausgabe, für 1,-€ auf dem Grabbeltisch eines Ramschladens, erstanden. Ich bin ganz froh, dass ich nicht viel mehr bezahlt habe, denn der Roman ist zwar von der Idee her
interessant, hat aber auch deutliche Schwächen. Der Fantasyroman bedient sich der griechische Mythologie und ist den Untergenres Romantasy sowie Urbanfantasy zuzuordnen. Die Handlung spielt überwiegend in Berlin, was für mich auch ein Kaufgrund war, jedoch musste ich feststellen, dass keinerlei Berlin-Feeling entsteht und die Besonderheiten Berlins eine eher geringe Relevanz haben. Wer fährt bitte morgens, wegen eines leeren Kühlschranks, von Neukölln bis zur Schönhauser Allee, um dort in einem Café zu frühstücken?!?! (Anmerkung für Ortsfremde: In Neukölln gibt es sehr viele gute Frühstücks-Cafés, und es ist dort für junge Leute viel angenehmer, weil weniger Kinderalarm.)

Harpyien sind Wesen aus der griechischen Mythologie, was mir auch interessant erschien, da mir bisher noch nicht viel Romane darüber begegnet sind. Unsere Protagonistin, Lucie, ist ein Harpyienblut, weiss aber rein gar nichts über ihre Besonderheiten und ihre Herkunft. D.h. wir Lesenden entdecken das Geheimnis um Lucie mit ihr gemeinsam, Stück für Stück. Deshalb, so vermute ich, werden die unterschiedlichen Arten der Harpyien sowie ihre Entstehung, Nahrung und Aufgaben in einem Verwirrspiel mit vielen Wiederholungen immer wieder neu und etwas anders dargestellt. Auch mit den Begriffen Seele und Geist verhält es sich leider so. Die fehlende Transparenz sowie gute Erklärungen machen die Handlung nicht interessanter, sondern minimieren den Spass am Lesen.

Vergleichen lässt sich der Roman gut mit dem wesentlich besseren „Plötzlich Banshee“ von Nina MacKay, den viele von euch kennen werden. Beide Romane sind nicht nur aus dem gleichen Genre und Untergenres. In beiden Fantasyromanen geht es um Wesen aus alten Mythologien und jeweils ist es eine sehr junge Protagonistin, die ihre Besonderheit geheim hält, aber nicht weiß, was es damit auf sich hat. Beide Protagonistinnen wurden von ihrer Mutter ausgesetzt, hatten also keine Familienmitglieder, die sie fragen konnten. In beiden Fantasyromanen wurde das Familiengeheimnis und das Wissen um die Mythologie Stück für Stück wie ein Puzzle zusammen gefügt. Aber bei MacKay waren die Erklärungen gut verständlich und die Wiederholungen unterstützend. Bei Ohms ist eine starke Konzentration notwendig und eigene Notizen sind sinnvoll.

Aber zurück zur Hauptperson, Lucie, einer knapp 18-jährigen Schülerin, die auf ihrem Rücken Flügel versteckt. Daher kann sie z.B. nicht ins Schwimmbad oder nach dem Sport nicht mit ihren Kameradinnen duschen. Paradoxerweise lässt Ohms die Hauptfigur sehr engagiert Volleyball spielen – nicht nur zu oft, sondern auch – zu hoch springen und zu kräftig schmettern – einfach zu gut; also alles ist viel zu auffällig. Lucie hat aber noch einige andere Superkräfte. Zu ihren Features gehören z.B. die Gedanken und Gefühle anderer Menschen erkennen und beeinflussen zu können und alle Sprachen zu können, in denen sie angesprochen wird. („Lucie konnte jede Sprache verstehen, sobald ein Mensch vor ihr stand und sie benutzte.“ S.40) Natürlich war Lucie niemals krank, so dass weder Arztbesuche noch Krankenhausaufenthalte anfielen, bei denen ihre Anomalie aufgefallen wäre. Sie wiegt übrigens nur ca. 30kg, aber das fällt niemandem auf. Kontrolle, Vorsorge, Impfungen?!? – alles klar! Meiner Meinung nach hat Ohms hier eine Hauptperson geschaffen, die so viele besondere Fähigkeiten hat, dass sie unglaubwürdig bis unsympathisch wirkt.

Leider gibt es zu Lucie noch ein menschliches Pendant. Sergei ist der Sohn eines Harpyienbluts und kann die Gefühle von einem Harpyienblut erkennen und beeinflussen. Also genau andersherum als bei Lucie, und er ist der einzige Mensch, in dessen Emotionen Lucie nicht eindringen kann. Sergei stammt aus einem russischen Dorf, in dem mehrere Mädchen mit Flügeln aufwuchsen. Daher weiss er ein paar Dinge über die Abkömmlinge der Harpyien, aber nicht wirklich viel. Das Unangenehme ist an Sergei, dass auch er so ein Alleskönner mit Turboantrieb ist. Er studiert Medizin und nebenbei noch diverse andere Fachgebiete. Er kann viele verschiedene Sprachen, seine Ein-Zimmer-Wohnung gleicht einer gut sortierten Miniaturbibliothek und ist penibel sauber. Zusätzlich hat er noch einen Garten in einer Laubenkolonie, in dem eine Vielfalt von Pflanzen und Früchten gedeihen, aber nicht etwa in wilder Schönheit, sondern penibel angelegt. Er kocht natürlich auch selbst, Eintopf ebenso wie Marmelade. Selbstverständlich geht er auch einer Reihe von Nebejobs nach. Nicht zu vergessen, dass er immer und jederzeit für Lucie da ist. So toll war nicht mal Superman, oder? Solche Protagonisten stossen bei mir weder auf Sympathie noch auf große Begeisterung und verleiden mir die story.

Neben diesen beiden Personen, nicht zu vergessen dem Schmetterlingsjungen, wirkt Emilia, die beste Freundin von Lucie einfach nur blass und mickrig. Das ist schade, denn auch sie hat es nicht leicht und ist trotzdem eine wirklich gute Freundin, die etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

Lucie hat noch nie einer Menschenseele von ihren Flügeln erzählt. Nur ihre Ziehmutter, die sie im Wald gefunden hat, als sie gerade aus dem Ei geschlüpft ist, wusste von den Flügeln. Das wirkt alles so hanebüschen. Welche Frau würde denn bitte ein Kind behalten, das sie sie im Wald findet und an dessen Rücken sie Flügel entdeckt??! Welche Frau lebt überhaupt alleine im Wald??? Es müssen einige sein, denn im Verlauf der Handlung finden sich noch weitere geflügelte Menschen, die alle von einer einsam im Wald lebenden Frau gefunden und aufgezogen wurden.
Meiner Meinung nach hat Ohms sehr viel auf Biegen und Brechen konstruiert.

Ganz zum Schluss kommt auch noch mal ein Klopper, aber mehr dazu würde unter die Rubrik Spoiler fallen, und falls es Lesende gibt, die Gefallen an dem Roman finden, möchte ich denen das Lesevergnügen nicht verderben.

Des weiteren gibt es unlogische Stellen. Ein Harpyienblut hat seinen Aufgaben nachzukommen. Tut es das nicht, wird es getötet. Dann frage ich mich, warum der Schmetterlingsjunge so viele Suizidversuche unternommen hat, wo doch die Arbeitsverweigerung völlig ausgereicht hätte.

An einer Stelle scheinen die Jugendlichen auf Festnetztelefonie angewiesen zu sein. „Jeden Abend rief Emilia inzwischen bei ihr an, ohne sie zu erreichen.“ S.135 Aber bis auf Jean de Louisienne haben alle ein Mobiltelefon.
. „Sergej ließ das Handy fallen… “ S. 139
„Jetzt nimm dein Handy und Ruf deine Freunde an.“ sagt Jean de Louisienne auf S.348 zu Lucie.

Alles in Allem ganz sicher keine Empfehlung, aber wenn es jemenschen in die Hände fällt, warum nicht mal rein lesen. Da in letzter Zeit viele derartige Romane entstanden sind, könnte dieses Buch vielleicht wenigstens etwas zur Inspiration taugen.

Stefan Wollschläger : Friesenauge

Stefan Wollschläger ist ein Newcomer, der seine Romane als Selfpublisher über Amazons BookRix GmbH verlegt. Seine Romane kosten alle nur 1 oder 2,-€, obwohl sie zusehends besser werden.
Friesenauge ist sein neuester Ostfriesen-Krimi und der vierte Fall für Kriminalhauptkommissarin Diederike Dirks und ihren Assistenten, Kriminalkommissar Oskar Breithammer. Ich würde euch empfehlen, die Friesenkrimis der Reihenfolge nach zu lesen, weil wir das Ermittlungs-Duo in jedem Krimi etwas besser kennenlernen, ihr Privatleben sich weiterentwickelt und Wollschläger auf die bekannten Infos zurückgreift.
1. Kirmesmord (spielt in Osnabrück)
2. Friesenkunst (ab jetzt wird in Ostfriesland ermittelt und Dirks findet zurück in ihre Heimat)
3. Friesenklinik (Breithammer nun liiert)
4. Friesenauge (Dirks nun auch liiert)
Neben den Ermittlungen lernen wir Dirks Vater kennen und erfahren so einiges über ihre Vergangenheit. Wie Krimi-Fans (spätestens aus dem Fernsehen) wissen, sind Kommissare immer ziemlich verquollen und psychisch lädiert. Dirks hat sich während ihres jüngsten Falles so seltsam verhalten, dass ich vorübergehend genervt von ihr war. Erst nach vielen Seiten habe ich verstanden, warum…

Anfangs wird ein Kopf ohne Augen gefunden, allerdings nicht weil ein Hund ihn ausgebuddelt oder ein Mensch besonders wachsame Augen hätte. Nein, dieser Kopf sollte offenkundig gefunden werden. Wie grauenvoll die Präsentation und der ihr vorausgegangene Mord ist, wird besonders deutlich, da Wollschläger die ostfriesische Landschaft als sehr idyllisch beschreibt. Mit was für einer Art Täter und Tat haben wir es hier zu tun? Eine Polizeipsychologin wird zurate gezogen. Das Mordopfer kann identifiziert werden, und es stellt sich heraus, dass seine Freundin vermisst wird. Das Ermittlungsteam arbeitet unter starkem Zeitdruck, da die Befürchtung eines zweiten Mordes, an der Vermissten, naheliegt. Jede Spur bringtneue Erkenntnisse und die Kripo muss immer tiefer graben und weiter ausholen oder wieder zurück….
Von Beginn an sind bei den Szenenwechseln immer wieder Ausschnitte eines Tagebuchs zu lesen, was mir von der Idee her absolut gefällt. Die einzelnen Tagebucheinträge lassen sich langsam zu einem kleinen Bild zusammensetzen, doch wie dieses in das Gesamtbild passt, erfahren wir erst, als Wollschläger am Ende alle Handlungsstränge miteinander verbindet.

Lieblingssätze:
„Breithammer giggelte innerlich.“ 44%
„…erster Impuls war, Jeanette das Sie anzubieten.“ 59%

Der Kriminalroman ist inhaltlich sehr anspuchsvoll, sehr vielseitig und interessant. Wollschläger hat sich als Hintergrund für diesem Roman ein komplexes gesellschaftspolitisch aktuelles Thema erarbeitet. Er benutzt mehrfach Gegensätzen – ich nehme an, zur Verdeutlichung – als Stilmittel. Oben hatte ich bereits Idylle vs Grausamkeit erwähnt. Des Weiteren der scheinbare Gegensatz von Privatem und Politik und wir spüren wie nah uns ferne Länder, und die dortigen Ereignisse, infolge von Globalisierung und neuer Technik sind. Mehrfach entstehen sehr spannende Szenen und unerwartete Wendungen. Wollschläger ist meines Empfindens nach witziger geworden. Das mag jetzt seltsam anmuten, nachdem ich etwas von dem Fall erzählt habe, aber ja es gibt zwischenzeitlich Platz für Humor. Ich mag seine Art von Humor sehr.
Ein paar außergewöhnlichen Persönlichkeiten bevölkern auch diesen Krimi, was ich als belebend empfunden habe und natürlich erweitert sich so der Horizont. – Oder wusstest du bereits was ein Scrimshaw-Künstler ist?

Alles in Allem: Sehr empfehlenswert!

Aqua : Im Zeichen des Meeres

Anne Buchberger / LunaNox : Aqua: Im Zeichen des Meeres (Mondvogel-Saga 2)

So, ihr lieben Bücherwürmer, weiter geht es mit der Mondvogel-Saga, die mich in Band 1 so begeistert hat. Heute geht es um den 2. Band, der auch sehr gut ist.

Nach einer anstrengenden und aufregenden Reise, die in Band 1 „Luna Im Zeichen des Mondes“ zu lesen ist, hat die Reisegruppe, mit der Prinzessin, die Akademie des Meeres erreicht. Gemeinsam mit ihrer Cousine, Isla, meldet Analina sich als Schülerin, mit dem Ausbildungsschwerpunkt SuK (=Sprachen und Kampf). Prinzessin Analina Nelia von Funkelstein erhält aus Sicherheitsgründen den Decknamen Lia Valeria, jedoch hat sich eine Mentorin bereits verplappert. Die ganze SuK-Gruppe weiss über die beiden Neuen bescheid. Ein großartiger Auftakt des Internat-Lebens, durch das wir die beiden Cousinen in diesem Roman ein Jahr begleiten werden. Es handelt sich bei diesem High-Fantasyroman also um eine Art High-School-Roman. Viele KommentatorInnen auf wattpad meinten, sie fühlten sich an Harry Potter erinnert. Meiner Meinung nach handelt es sich bei Band 2 definitiv um einen Jugendroman.

Aber auch die Familie spielt wieder eine wichtige Rolle. Wir erfahren in diesem Band weitere Familiengeheimnisse, die durch Königin, Glinda, aus politischen Gründen, entstanden sind. Wir lernen auch Glinda besser kennen, dass sie mitnichten so emotionslos ist, wie sie durch ihre Rolle als Königin oft wirkt, und wie hart sie mit sich selbst umgeht, um ihrer Rolle und ihrem Land gerecht zu werden. Es spielt sich eine Menge bei den Erwachsenen ab, der Hauptschauplatz jedoch ist die Akademie des Meeres.

Alle SchülerInnen teilen sich zu dritt ein Zimmer. Ana und Isla bekommen Peneelopy als Bettnachbarin, zu der beide vom ersten Moment an eine besondere Verbindung spüren. Penny ist auffallend intelligent und begabt, hat aber keinerlei Ehrgeiz, ist mehr als zurückhaltend und verletzt sich selbst. Ob Ana und Isla herausfinden, was mit diesem seltsamen Mädchen los ist? Ein geheimnisvoller Junge, aus der Schwerpunkt-Gruppe Wissenschaft und Kampf, taucht auch noch auf.
Das Jahr ist geprägt von typischen Schulereignissen. Alltäglichkeiten wie schlechtes Essen, ungerechte Lehrkörper…. Periodische Belastungen wie Lernstress, Noten… und einige Höhepunkte. Die Akademie veranstaltet einen Ball und im Vorfeld Tanzunterricht. Erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht stehen an, aber romantische und sexuelle Beziehungen sind an der Akademie verboten. Was nun? Diese Frage stellt sich v.a. für unsere Hauptperson, denn als Prinzessin… Die Akademie veranstaltet ein Frühjahresturnier, auf dem einige verdammt gefährliche Situationen entstehen

Der 2. Band ist erheblich länger als Band 1. Es passiert wirklich eine Menge – Interessantes, Spannendes, Emotionales. Meinem Empfinden nach hat Anne Buchberger sich weiterentwickelt. Luna hatte sie schon toll geschrieben. Ihre großartige Fantasie, Liebe zum Detail und die Tiefe in der Gestaltung von Personen ist ihr erhalten geblieben. Ihre Schreibe ist aber noch ansprechender, richtig packend geworden. Viele Szenen haben mich gefesselt, egal ob ich im Bus stand oder zu Hause in Ruhe las. Da wir in diesem Roman weitere Familiengeheimnisse erfahren, einige der Hauptpersonen besser kennen lernen und Analina sich deutlich weiterentwickelt, solltet ihr ihn unbedingt lesen, um im 3. Band dabei zu sein. Sonst hätte ich gesagt, Aqua ist eher für Jugendliche, wegen der vielen Schule. Ich habe mich tatsächlich bei viele Szenen gefühlt, als wäre ich versehentlich auf eine Zeitreise, zurück in die Schulzeit, geraten. Und das war ein eher unangenehmes Gefühl, da ich mich damals in einer extremen Abwehrhaltung eingekapselt hatte, die ich im Erwachsenenleben natürlich angebaut habe. Aber wie gesagt, ohne den 2. Band kommt ihr nicht in den 3. hinein, und er ist wirklich sehr gut.

Luna: Im Zeichen des Mondes

Anne Buchberger / LunaNox : Luna: Im Zeichen des Mondes (Mondvogel-Saga 1)

Endlich mal wieder ein Buch, von dem ich richtig begeistert bin. Dies trifft übrigens auf 1000de Wattpad-Lesende zu, denn dieser Roman gewann den Piper Wattpad Award 2016. D.h. die talentierte Anne Buchberger ist, als Luna Nox, auf der Hobby- und Nachwuchs-AutorInnen-Plattform, Wattpad, entdeckt worden, und „Luna: Im Zeichen des Mondes“ wird am 2. Oktober 2017 vom Piper-Verlag veröffentlicht. Auf wattpad könnt ihr den Fantasyroman bis dahin kostenlos lesen, danach vermutlich nur noch eine Leseprobe.

Bei der Mondvogel-Saga handelt es sich um das Genre High Fantasy, also eine alternative Welt. Auf dem Planeten Lunadesia existieren die drei Kontinente Hyiander, Uyneia und b’ynyay. Uyneiaim Westen ist der größte Kontinent, b’ynyay liegt im Osten und Hyiander, in der Mitte, ist der Schauplatz dieses Romans. Wir begleiten die Mondprinzessin, Analina, auf ihrer Reise zur Akademie der Meere. Dieser Schritt in einen neuen Lebensabschnitt ist für die 13-jährige Prinzessin alles andere als erfreulich. Nicht zuletzt weil ihre unterkühlte Mutter sie von heute auf morgen aus ihrem Leben reisst, sondern auch weil es eine sehr lange und beschwerliche Wanderung wird. Wenigstens gestattet die Mutter, den beiden Freunden ihrer Tochter, Saphiron (15J.) und Türkiys (9J.) an der Reise teilzunehmen. Aber war die Entscheidung, die beiden Kinder mit auf die Reise zu nehmen wirklich klug? Hyiander besteht aus einer Vielzahl von Königreichen und Landschaften, die wir ebenso wie mannigfaltige Lebewesen in diesem Reise-Fantasyroman kennenlernen. Die beiden, nach Edelsteinen benannten, Freunde Analinas sind blau, so dass ich sie mir immer wie Schlümpfe vorgestellt habe und es gibt z.B. Glasberge, die von Riesen bewohnt werden. Wassernymphen, Waldelfen, Schattenspäher, Gnome und Zwerge sind nur einige weitere Spezies. Die Reiseleiterin scheint auch nicht diejenige zu sein, für die sie sich ausgibt.
Die Lebewesen, Länder, Landschaften, Häuser und Einrichtungen stecken voller Fantasie, die aus der jungen Autorin scheinbar nur so heraussprudelt. Schon allein die Fantasie, mit der die Namen der Personen erfunden wurden, finde ich beachtlich. (Violyna, Merula, Glinda, Gwenda, Lothian, Nelia, Liliavis um nur einige zu nennen.) Da sie ausserdem eine Liebe zu Details und die Begabung besitzt, ihre Visionen in die passenden Worte zu kleiden, wirkt alles sehr lebendig und das Lesen ihrer Werke ist sehr angenehm. Die Reise steckt nicht nur voller Fantasie, sondern ist auch von Abenteuern und Gefahren geprägt. Eine dieser Situationen weckt in Analina Erinnerungsfragmente, die sie nicht einordnen kann und sie vor ein Rätsel stellen. Ausserdem hat sie einen Hinweis auf ihren Vater gefunden, nach dem sich das Mädchen natürlich sehnt, der aber bislang von ihrer königlichen Mutter geheim gehalten wurde.

Klappentext:
„An ihrem dreizehnten Geburtstag erhält Analina, Kronprinzessin von Arden, eine Nachricht, die ihr bisheriges Leben verändert: Auf Befehl ihrer Mutter soll sie ihrer Heimat den Rücken kehren und Schülerin an der Akademie des Meeres werden, um sich für den kommenden Krieg gegen die mysteriöse Schwarzmagierin Gwenda ausbilden zu lassen, die im Sumpfgebiet Ardens ihre Fäden spinnt. Mit ihren engsten Freunden tritt Analina eine Reise durch das Reich ihrer Vorfahren an, um das zu schützen, was sie in sich trägt – die Seele des Mondvogels, jenes magischen Geschöpfs, das Analinas Erbe retten soll. Doch nicht nur die Königin der Sümpfe hat Geheimnisse, von denen Analina nichts ahnt …“

Egal ob es sich um beschreibende, spannende, gefährliche oder besonders emotionale Momente handelt, findet Buchberger die passenden und sehr ergreifende Worte. Obwohl die Protagonisten erst 13 Jahre alt und der Schauplatz eine umfangreichen Fantasiewelt ist, handelt es sich um kein reines Kindbuch. Auch die Perspektiven der Erwachsenen, vornehmlich der Königin und Mutter von Analina, nehmen ausreichend Platz ein. Ausserdem weisen die Charaktere eine realistische Tiefe auf, so dass sie authentisch rüber kommen und sich in der story eine Ausgwogenheit ergibt, die für die ganze Familie geeignet sein dürfte.

Die 1995 in Heidelberg geborene, Anne Buchberger studiert in München Medizin. Luna: Im Zeichen des Mondes ist ihr erster Roman, den sie übrigens im zarten Alter von 13 Jahren geschrieben und in den darauf folgenden Jahren immer wieder überarbeitet hat. Auf wattpad hat sie inzwischen bereits drei Folgeromane, und sogar noch einen fünften Roman, der viele Jahre später spielt, veröffentlicht.
Luna: Im Zeichen des Mondes (Mondvogel-Saga 1)
Aqua: Im Zeichen des Meeres (Mondvogel-Saga 2)
Stella: Im Zeichen des Himmels (Mondvogel-Saga 3)
Flamma: Im Zeichen des Sonne (Mondvogel-Saga 4)

Frühstück zu viert

Annemarie Schoenle : Frühstück zu viert

Dieses kleine Buch habe ich gekauft, als es auf 10 Ct. herunter gesetzt war.

Zusammenfassend empfinde ich „Frühstück zu viert“ als mittelmäßige Familienkomödie, die einiges an Turbulenzen aufweist, etwas antiquiert rüber kommt, emotional sehr ansprechend ist, mich an vielen Stellen aufgeregt, an vielen anderen Stellen amüsiert und insgesamt ganz gut unterhalten hat.

Judith ist ü 40, ledig und kinderlos. Sie wartet seit geraumer Zeit auf einen Heiratsantrag von ihrem langjährigen Freud, Hubert, der zugleich ihr Vorgesetzter und wesentlich älter als sie ist. Die Beiden arbeiten im Amt und entsprechen dem Klischee der Beamten von früher: Kleinkarierte, zugeknöpfte, verstaubte Krümelkacker, die sich wie alte Leute benehmen und hinter dem Mond leben. Das penibel organisierte Leben der beiden Langweiler gerät aus den Fugen, als Judiths Schwester gemeinsam mit ihrem Mann bei einem Unfall stirbt und drei Vollwaisen zurück lässt. Judith beantragt das Sorgerecht, und zwar nicht nur aus Pflicht- und Verantwortungsgefühl, sondern weil sie sich wohl doch Kinder wünscht, und sich das Zusammenleben mit den Kindern schön ausmalt. Hubert rät ihr nicht nur ab, er ist definitiv gegen die Kinder und will damit nichts zu tun haben. Judith aber lässt sich nicht aufhalten, obwohl auch ihr Mutter von der Fürsorge für alle drei Kinder abgeraten hatte, ihre Tochter aber wenigstens hinsichtlich des Sorgerechtsantrags unterstützt, indem sie die Vormundschaft für die Kinder übernommen hat. Selbst als Hubert sich etwas von ihr abwendet reagiert Judith nicht duckmäuserich, wie erwartet, sondern wächst mit ihren Aufgaben, und diese sind gewaltig. Die 17-jährige Claudia macht was sie will, die 13-jährige Stephanie scheint nicht zu zähmen und der 8-jährige Oliver ist ein lieber, hilfsbereiter Junge, aber auch ein schüchterne und wortkarger Bücherwurm.

Meine Ausgabe ist 2013 erschienen, aber Universo / dotbooks hat scheinbar alle Romane von Annemarie Schoenle noch einmal verlegt. Dieser Roman spielt eindeutig vor über 20 Jahren, denn es wurde nicht nur die DM erwähnt: „Hat mich hundert Mark gekostet, dieser Duft.“ S. 206, sondern keinerlei Handies und Internet, nicht einmal Computer werden in dem Roman benutzt. Auf amazon sah ich eine Ausgabe mit 3. März 1998 als Erscheinungsdatum, aber nach meinem Empfinden dürfte die Story in den 70er oder 80er Jahren spielen. Die Namen, Claudia, Stephanie und Oliver für die Kinder, Willi für einen arbeitslosen, kriminellen 20-jährigen sowie Lilli für die Oma passt gut in diese Zeit. Viele kleine Hinweise, wie hautenge Jeans oder dass Turnschuhe bei Erwachsenen noch ein ziemliches NoGo waren („Der Turnschuh-Beamte“, wie Lilli, Judiths Kollegen, der Stephanie Mathe-Nachhilfe gibt auf S.125 nannte) und diverse Redewendungen (z.B. lahmer Heini, Grufti, scheintot) wurden damals von TeenagerInnen benutzt.

Die Story ist aus der Sicht eines auktorialer Erzählers geschrieben.

Schoenle hat mit Judith und Hubert glaubwürdige ProtagonistInnen erschaffen. Die Wandlung der Judith Uhland von der braven, grauen Maus zur flotten, emanzipierten Frau ist meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. Diese Persönlichkeitsentwicklung ist meiner Meinung nach auch der Kern der Handlung, die Hauptaussage der Geschichte. Die Eingewöhnung der Kinder und somit auch das Verhältnis zwischen den Kindern und Judith fand ich auch gut gemacht, obwohl ich die Charaktere der Kinder und des Freunds von Claudia leider nicht so gut ausgearbeitet empfand. Als erstes ist mir dieser Mangel in den Gesprächen der Personen aufgefallen, bei denen Wortwahl, Satzbau und Redewendungen viel zu ähnlich sind. Bei Hubert und Judith evt. auch noch ihrer Mutter sehe ich die Ähnlichkeiten in der Ausdrucksweise ein, weil sie viel Zeit zusammen verbracht haben und alle ähnlich kultiviert sind, aber die Kinder benutzen höchstens ironisch die gleichen Worte und Redewendungen, wie die Erwachsenen, wenn die diese ärgern wollen. „Nun“ als Satzanfang oder Ein-Wort-Satz ist mir besonders stark aufgefallen und direkt danach, die Redewendung „lieber Hubert“, bzw. ein anderer Vorname. Wenn nach und nach alle diese Art zu reden haben, wirkt das unglaubwürdig / unecht. Insbesondere weil Claudias erster Freund ein absoluter Asi war (wie wir früher gesagt hätten), mit dreckigen Klamotten, Schweissgeruch und Bierfahne, der viel zum dumm zum argumentieren ist und ganz sicher nicht die gleiche Wortwahl wie die BeamtInnen nutzen würde. Andererseits hat Schoenle ihn so oft „Alte“ als Anrede zu seiner Freundin, Claudia, sagen lassen, dass auch dies sehr unecht wirkte. Auf S.180 lässt Schoenle diesen asozialen Willi über Claudia denken, „Sie sah irre aus. Sauber, glänzend und taufrisch.“, worüber ich absolut lachen musste, weil es so unecht wirkte. Die Verhaltensweisen und Veränderungen im Verhalten und ihren Einstellungen gegenüber Judith und Hubert fand ich glaubhaft. Obwohl viele der Personen im realen Leben so ganz und gar nicht mein Fall wären, hat Schoenle sie so geschrieben, dass sie mir fast alle mehr oder weniger sympathisch waren.

Das Buch ist an einigen Stellen ziemlich witzig geschrieben. („Selbst im Schlaf wirkte Huberts Gesicht noch beleidigt.“ S. 135) Es hat mich sehr schnell und bis zum Ende emotional angesprochen, so dass ich die Lektüre auf keinen Fall abgebrochen hätte, aber spannend war es nicht, also aus der Hand legen war nie ein Problem – zum Glück, denn die meiste Zeit habe ich das kleine Büchlein an Bushaltestellen, in Bussen u.s.w. gelesen, so dass ich es ständig wieder in die Tasche gesteckt habe.

Ein sehr großes Plus hat die Autorin von mir, weil sie Feministin oder wenigstens eine Emanzipation-Freundin ist, weil sie sich in vielen, wenn nicht sogar allen Büchern für Frauen stark macht. Beide Bücher, die ich von ihr gelesen habe, treten stark für Frauen ein, und deshalb würden mich auch die Lektüre weiterer Romane von ihr reizen.

Zuckerwatte mit Chili

Jana Voosen : Zuckerwatte mit Chili. Vergnügte Geschichten.

Dieses kleine Büchlein von 128 Seiten habe ich gekauft, als es auf 10 Ct. herunter gesetzt war. Viel falsch machen konnte ich dabei nicht, aber dieser Kauf war gold-richtig, ein absoluter Glücksgriff.
Die sieben Geschichten stehen unter dem Motto: Perspektivwechsel.

1. Das tapfere Ringelsöckchen
Eine wirklich bezaubernde Geschichte aus der Perspektive eines Ringelsöckchens, die mich oft zum Schmunzeln, mitunter auch zum Kichern, gebracht hat. Eine solche story könnte aus einer Übung zum kreativen Schreiben entstanden sein. Aufgabebstellung: Nehmen sie eine andere Perspektive ein, je fremder desto besser, z.B. Kafkas Käfer. Stellen sie sich genau vor, wie das Leben, mit seinen verschiedenen Stationen und wie ein Tag ablaufen würde….
2. Himmelsmächte
Hier geht es um das Sein nach dem Tod, aus der Perspektive eines jung aus dem Leben geschiedenen Menschens. Eine schöne Kurzgeschichte, die Satz für Satz ein Bild im Kopf entstehen lässt und immer ist es etwas anders als vermutet.
3. Leben statt lieben
Aus der Perspektive eines Tieres, welches es ist verrate ich euch nicht. Diese Story überrascht mit unerwarteten Wendungen.
4. Nach mir die Sintflut
Das war die einzige Story, die mir etwas weniger gefallen hat. Es geht um eine biblische Geschichte, die neu und anders erzählt wird.
5. Mutterschaft – fabelhaft
Aus der Perspektive eines weiblichen Kuckucks, einer werdenden Mutter, die ihr Ei nicht weg geben möchte. Eine absolut süße Geschichte,
6. Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?
Diese Story ist aus der Perspektive eines übergeordneten Erzählers geschrieben, ist deshalb aber nicht weniger originell. Es geht um die vier Jahreszeiten, die gemeinsam in einer Wohngemeinschaft leben, als eine von ihnen krank wird. Nicht nur die Jahreszeiten sind personalisiert, sondern auch die einzelnen Wetter. Mehr wird aber nicht verraten, nur dass es eine süße Geschichte ist.
7. Himbeertörtchen
Auch eine niedliche story, die aber an die anderen nicht heran reicht. Wie geht es wohl den Torten, die in einer Konditorei mit Kreativität und Liebe erschaffen werden, dann in einer Vitrine zur Schau gestellt werden und …?