Michael Wildenhain : Das Lächeln der Alligatoren

wpid-img_20150605_153157.jpgDas Lächeln der Alligatoren von Michael Wildenhain ist ein Roman mit historischem Bezug. Der Bruder von Matthias wird krank – Autismus – und er verliebt sich als Pubertierender in dessen Betreuerin, Marta, die der RAF angehört. Als der Vater abhaut und die Mutter stirbt, zieht Matthias zu seinem Onkel, der in der Nazizeit behinderte Kinder als Versuchskaninchen missbraucht hat. Matthias weiss auch als Student noch nichts von den politischen Extremen seiner beiden grössten Bezugspersonen. Ganz anders Marta, die ihre Beziehung zu Matthias nutzt, um den alten Nazi zu erschießen. Ein doppelter Schicksalsschlag für unsere Hauptperson, der leider als ziemlich farblose, charakterschwache Figur erscheint. Das Schlimmste an dem Roman ist aber der Schreibstil. Eine äusserst abstossende Schreibe und das Gegenteil von flüssig. Der Autor quält seine Leser absichtlich, aber warum? Damit wir keinerlei Sympathien zu den Personen entwickeln? Leider ist dieses Werk mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnet worden und wird in der gesamten Presse hoch gelobt. Ich frage mich allerdings warum! Ich jedenfalls werde nie wieder ein Buch von diesem Autor anfassen, und kann nur abraten.

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