Laura Wiedemann: Homeless

wpid-img_20150911_180047.jpg Der Jugendroman Homeless ist das Debüt der jungen Autorin, LauraWiedemann. Da ich seit 2007 alle Bücher von und über Obdachlose lese habe ich mir auch dieses zu Gemüte geführt. Der 16-jährige Londoner, John, ist vor ca einem Jahr zu Hause abgehauen. In der nahegelegenen, fiktiven Kleinstadt, Braxton, hat er sich einer Gruppe Straßenkindern angeschlossen, die sich als Ersatzfamilie empfinden, leider mit einem selbsternannten Anführer, der unberechenbar wirkt. In einem riesigen, leerstehenden Parkhaus machen sie Platte , in den Mülleimern suchen sie nach Lebensmitteln. Meistens ist den Kindern kalt und Hunger gehört zum Alltag. Ein Lichtblick ist Johns Verliebtheit in Carrie, aus der Clique.
In Braxton lebt noch eine andere Gruppe Treber , die in einer alten Fabrik untergekommen ist. Angeblich ganz schlimme, kriminelle, drogensüchtige… #Jugendliche

Der Roman lässt sich zügig lesen. Die Charaktere sind sympathisch und interessant. John wirkt aber manchmal viel zu weise und reif für einen Teenager von 16 Jahren. Die Handlung ist durchgehend interessant oder spannend. Es gibt keine Laberei, aber mir sind viele Beschreibungen aufgefallen, die wie Regieanweisungen wirken, meistens wie die Leute ihre Hände bewegen. Auch glaube ich einen Unterschied zu professionellen AutorInnen bemerkt zu haben, und bin gespannt wie sie ihre Schreibe weiter entwickeln wird. Über die Problematik der Jugendobdachlosigkeit scheint sich Wiedemann informiert zu haben und hat etwas Wissen dezent in die Handlung eingearbeitet.

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