Ruth Rendell: Stirb Glücklich

1991 original The Copper Peacock And Other Stories 1992 deutsch Stirb Glücklich Stories

Das Buch enthält 9 Kurzgeschichten aus der Feder der 1930 geborenen Londonerin, Ruth Rendell. Nicht jede Geschichte beinhaltet Mord und Totschlag, doch aber Straftaten, und jede Shortstory nimmt eine unerwartete – zumeist mehr oder weniger makabere – Wendung. Mal war ich erschrocken, mal sogar fassungslos, mal musste ich bitter auflachen, ein anderes Ende machte mich traurig. Es gibt aber auch Geschichten, in denen sich letztendlich alles zum Guten wendet. Trotz der Unterschiedlichkeit hat Rendell es mit einigen Geschichte geschafft, mich zu packen so dass ich unbedingt weiter lesen wollte.
1. Zwei gelbe Lilien
ist eine wirklich schöne Geschichte, die von einem Handtaschendiebstahl handelt, vom Verlust und Neugewonnenem, der aus diesem Diebstahl resultiert.
2. Schreibarbeit 
Es geht um Familiengeheimnisse und um ein Mädchen, dass bei ihren gefühlskalten Großeltern aufwachsen muss. Sie sehnt sich nach Liebe, Geborgenheit… und somit auch nach Eltern. Die von der furchteinflößenden Großmutter gehüteten Geheimnisse könnten der Schlüssel… Naja, ich fand die Story mittelmäßig.
3. Hilfe im Haushalt habe ich voller Spannung gelesen habe. Ständig hatte ich so eine beklommene Ahnung… Es geht um Liebe, Geld und wie sich alles zusammen fügt, wenn ein ungeliebter Mensch verschwindet. Aber fügt sich wirklich alles zusammen oder enstehen somit mehr neue Probleme?
4. Es lebe die Königin ist ein kurzer Katzenkrimi. Es geht um eine überfahrene Katze einer verrückten Katzenfrau. Hat mir sehr gefallen.
5. Ein schöner Tod
Hier trifft der Titel zu. Es geht um Romantik und Liebe, Eifersucht sowie das – krankheitsbedingte Sterben. Ganz nett, aber weder die Geschichte noch die Wendung hat mich vom Hocker gerissen.
6. Der kupferne Pfau
Handelt von der Begegnung zweier Schichten, verkörpert durch eine Putzfrau und einen Schriftsteller, von Egoismus, Arroganz, Gleichgültigkeit. Die Geschichte war eher gut, machte mich aber traurig.
7. Unkraut
hat mich genervt. Das Setting, die Leute, die Wendung. Eine besonders kurze Geschichte mit Unmengen von Personen, da sie auf einer Wohltätigkeisveranstaltung spielt. Klatschmon als Unkraut zu bezeichnen – naja.
8. Der Fischwärter
Diese Geschichte fand ich bescheuert. Aber wenigstens  das Ende hat mir gefallen, allerdings war es etwas vorhersehbar.
9. Eine unerwünschte Frau ist meiner Meinung nach der falsche Titel für diese Story. Hier spielen die, aus Krimis von Rendell bekannten Kommissare, Wexford und Burden,  mit. Die Geschichte hat mir überhaupt nicht gefallen. Die ganze Konstruktion der Story missfällt mir. Die Leiche taucht erst gegen Schluss auf und anstelle einer Ermittlung werden wir mit 2 Vermutungen abgespeist: 1.Täter/Motiv/Gelegenheit 2. Es lässt sich nicht nachweisen.
Da mir nur 3 von 9 Kurzgeschichten gefallen haben, würde ich das Buch nicht weiter empfehlen, es sei denn eben mit dem speziellen Hinweis… Anfangs dachte ich, Ruth Rendell hätte durch ihre makabere Art Ähnlichkeit mit Roald Dahl, aber der gefällt mir um Längen besser.

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