Fee Zschocke : Sieben Leben hat die Katze

mit Zeichnungen von SabineWilharm, die später mit der Cover-Gestaltung der deutschsprachigen Harry-Potter-Bücher bekannt wurde. Das Katzenbuch ist für Erwachsene UND größere Kinder konzipiert. Diesem Konzept wird Rechnung getragen, indem Zschocke die Handlung aus der Perspektive einer roten Katzen , der Hauptfigur, als Ich-Erzähler schreibt, somit einfache, kindgerechte Worte nutzen kann , die einen Erwachsenen dann und wann belustigen. Desweiteren hat sie das sehr dünne Buch in 7 Katzengeschichten unterteilt, für jedes Leben eine Grschichte, so dass auch ein Vorlesen oder gemeinsame Leseübungen gut denkbar sind. Ich denke für Erwachsene ohne Kinder und ohne speziellem Interesse an Literatur wie der Textanalyse, dem kreativen Schreiben, Schreiben lernen ist dieses Büchlein nicht ganz so geeignet. Zwischen Kind und einem Elternteil, bzw. in der Familie könnten aber durch die Lektüre interessante Gespräche entstehen, da im Verlauf der Handlung unterschiedliche Milieus und Lebensverhältnisse geschildert werden. Die Katze kann nämlich etwas tun, was uns Menschen unmöglich ist. Sie verlässt einfach ihr zu Hause und wird wo anders aufgenommen. So lebt unsere Fell-Heldin unter anderem bei einer alten Dame, im Zirkus, in einem besetzten Haus, in der Obdachlosigkeit…. Ohne Dach über dem Kopf geht es der Streunerin genauso wie einem Obdachlosen: Je verwahrloster sie wirken, desto schwieriger lässt sich Anschluss finden und desto eher werden sie verjagt.
Die Autorin spielt mit dem Begriff Leben. Im Volksmund heißt es, Katzen hätten sieben Leben, bei den Engländern ist sogar von neun Leben die Rede. Sprechen wir heute von den sieben oder neun Leben, meinen wir, Situationen, denen man eigentlich nicht mit dem Leben entkommt. Es heisst dann so viel wie: >Unglaublich, dass du überlebt hast! Du hast wohl 9 Leben wie eine Katze.Ein neues Leben aufbauenDas Leben liegt in Scherben vor ihm/ihr.Überlege dir, was für ein Leben du später führen möchtest< .
Verlässt die "Rote" ihr Zuhause anfangs aus Neugierde, Lebenslust und Abenteuerlust, weil sie aus
dem Mund eines Menschens gehört hat, sie habe neun Leben, wird sie auf ihrer siebenten Station sesshaft. Sieben Leben reichen ihr. Wie die letzten beiden Leben aussehen, interessiert sie nicht mehr,  denn sie hat genug erlebt, sie weiss ihren Dosenöffner zu schätzen und will sich freiwillig keine neuen Ungewissheiten mehr aussetzen.
Einige Seiten mit Zeichnungen und Text, die als Leseprobe dienen könn ten, habe ich in einem taz-Blog gefunden:
http://blogs.taz.de/schroederkalender/2009/12/16/sieben_leben_hat_die_katze/

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