Cecilia Ahern: Der Glasmurmelsammler

Sabrina arbeitet als Bademeisterin, ist über 30, verheiratet, Mutter mehrerer Söhne, Tochter eines Pflegeheimbewohners, quantitativ überfordert aber qualitativ von ihrem Leben gelangweilt und seit kurzem auch noch Klientin einer Eheberatung. Ihr Vater, Fergus, hatte einen Schlaganfall, erinnert sich an nichts, und darf sich keinesfalls aufregen. Überraschend bekommt sie fast den ganzen Tag frei und überraschend genau an diesem Tag einen Anruf, dass große Kartons an das Pflegeheim geliefert wurden. Damit ihr Vater sich nicht aufregt, solle sie lieber einen Blick auf den Inhalt der Lieferung werfen und entscheiden, wie damit umgegangen werden soll. Sabrina staunt nicht schlecht als sie in beiden Kartons nichts als Murmeln findet. Eine handschriftliche Lister der Anzahl, Sorten und Schätzwert offenbaren, dass es sich tatsächlich um das Eigentum ihres Vaters handelt, aber auch dass die wertvollsten Stücke fehlen. Da hat ihr Vater also Murmeln gesammelt und nie etwas davon erzählt oder gezeigt. Auch Sabrinas Mutter, schon lange von ihrem Vater geschieden, hat keine Ahnung. Sabrina beginnt nachzuforschen, wo die fehlenden Murmeln geblieben sein könnten und gleichzeitig versucht sie in die Vergangenheit ihres Vaters einzudringen, herauszufinden was es mit den Murmeln auf sich hat und warum er daraus ein Geheimnis gemacht hat. Das Buch handelt von der Suche und offenbart dabei Stück für Stück die Geschichte des Vaters.

Mein größtes Problem mit dem Buch war, dass keine der Personen sympathisch dargestellt war. Sabrina, eigentlich eine Hauptperson, ist als Charakter kaum ausgearbeitet. Sie blieb bis zum Ende nicht greifbar für mich und jetzt, kurz nach dem Lesen müsste ich im Buch suchen, ob sie zwei oder drei Söhne hat. Daher war meine Motivation weiterzulesen, das Interesse an den Personen einfach sehr gering. Ein Pluspunkt dagegen ist die leichte Schreibe, die es ermöglicht, mit den Augen regelrecht durch das Buch zu fliegen. Wenn ich mir also dachte, ich will dem ganzen mal noch eine Chance gegen, vielleicht packt es mich ja später, es ist immerhin von Cecilia Ahern. Dann hatte ich auch immer gleich 50 und mehr Seiten runter gelesen.

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