Stephenie Meyer: Seelen

Das Buchcover von SeelenDieses Buch hatte ich bereits einige Zeit im Geiste vorgemerkt. Als ich den 900-Seiten-Wälzer dann im Sonderangebot für 3,-€ sah, griff ich zu. Nun dauert es bei mir immer ein Weilchen, bis ich so einen dicken Schinken vom SuB zum cr befördere, weil es ja wohlweislich eine ganze Weile dauert, die 900 Seiten zu lesen. Mein Buch enthält nach der 850. Seite Bonusmaterial, und zwar: 1. ein zusätzliches Kapitel, das Meyer als „Vielleicht“ für die Verfilmung geschrieben hat; 2. ein Interview mit Meyer zu diesem Werk und 3. Meyers kommentierte Playlist, mit der Musik, die die im Schaffensprozess gehört hat.
Seelen ist laut Meyers eigener Aussage nur ein halber Science-Fiction, weil einerseits Außerirdische, nämlich die Seelen, die Erde besiedeln, aber andererseits die Erde, konkret die USA, Schauplatz der Handlung ist und es überwiegend um die Natur und Eigenarten der Spezie Mensch geht.
Seelen sind friedliche, harmoniesüchtige Wesen, die einen Körper zum Überleben benötigen. Auf der Erde übernehmen die Seelen Körper von Menschen als Wirt. Auf anderen Planeten nutzen sie Blumen, Fledermäuse, Seetang… als Wirtskörper, auf der Erde sind es die Menschen. Wie die Okkupation genau funktioniert werde ich hier nicht erläutern. Die Menschen sind vom Aussterben bedroht. Einige kleine Gruppen konnten sich vor den Seelen und der Übernahme verstecken. Im Fall unserer Hauptpersonen leistet Melanie geistigen Widerstand gegen die Seele, namens Wanda. Es sind also zwei Persönlichkeiten in Melanies Körper. Die Wanda bewegt den Körper und trifft Entscheidungen, baut aber auf Melanies Erinnerung und den damit verknüpften Emotionen auf. Zwar hat die Seele auch eigene Erinnerungen, nicht aber von der Erde oder gar aus der Menschenwelt. Beide sehen durch die selben Augen, riechen mit der selbrn Nase. So entwickelt sich eine ganz interessante story, von der ich hier nicht viel mehr verraten möchte.

Mein Leseerlebnis war gut. Ich habe den Roman von Anfang bis Ende als interessant empfunden. Gefehlt hat mir Spannung und ich fand das Buch leider an keiner Stelle so ergreifend, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Meyer hat einen einfachen, aber niveauvollen Schreibstil, so dass ich zügig lesen konnte. Sie beschreibt alles sehr genau, labert aber nicht. Das o.g. Bonusmaterial hat mir auch gut gefallen. Alles in Allem fand ich „Seelen“ gut aber nicht sehr gut.

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