Gefährliche Empfehlungen

Buchcover des Kriminalromans Gefaehrliche EmpfehlungenTom Hillenbrand : Gefährliche Empfehlungen. Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffer ermittelt.

Das Buch ist erst ca. 1 Jahr alt, und hat 2017 bereits die 2. Auflage erreicht. Der beliebte Restaurantfüher, Guide Gabin, hat, in Frankreich, neue Redaktionsräume bezogen und lädt zur Vernissage. Alle Ausgaben des Guide Gabins sollen auf dem Event ausgestellt werden und hochrangige Gäste, bis zum Präsidenten Frankreichs, sind eingeladen. Ein Stromausfall, der vor Ort nicht von einem Anschlag unterschieden werden konnte, beendete die Feier, der Präsident wurde von seinen Personenschützern in Sicherheit gebracht, und zwei Ausgaben des Guide Gabin fehlen. Insbesondere die Ausgabe von 1939 scheint einen ungeheuren Wert zu haben. Der Bibliothekar, der die seltenen Ausgaben verliehen hatte, ist ermordet worden. (Leider erst auf S.56ff) Der Präsident bittet – und das ist wirklich kein Witz – einen (ehemaligen Sterne-)Koch, zu ermitteln. Was es mit der 1939er-Ausgabe auf sich hat, ist durch zwei Zeitsprünge, in den Zweiten Weltkrieg, zu erraten. Die story spielt überwiegend in Frankreich und zum Teil in Luxemburg. Da ich beide Länder eher schlecht als recht kenne, hatte ich nie so etwas wie einen Aha- oder Wiedererkennungseffekt. Diese stellen sich eher durch die universelle, moderne Technik, wie Laptop, Smartphone und Tablet-PC, ein. Kulinaristik, auch auf Sterne-Niveau, finde ich zwar interessant, sehe mich bei diesem Thema aber auch nur als randständige Beobachterin. Allerdings interessieren mich die beste Methode, ein Spiegelei zu braten (S.38), und ähnliche Details, eher nicht. Dennoch lässt sich der Roman leicht und schnell ‚runterlesen, wenn mensch etwas Ruhe, Konzentration und Muße aufbringen kann. Leider hat mich dieser kulinarische Krimi im ersten ¼ nicht angesprochen, geschweige denn ergriffen. Eine Lektüre, die nur ganz nett ist lese ich nicht fertig, weil in meinem SuB sehr viele Bücher warten, von denen ich mir mehr verspreche. Diesen Krimi schicke ich also nach 100 Seiten wieder auf Reisen.

Dennoch hst es für zwei Lieblingszitate gereicht:
„Warum eröffnet jemand wie Hanschuh weitere Restaurants, Bistros und Bars? Vermutlich handelt es sich um eine Form der Geisteskrankheit.“ S.37
„Zweitens waren diese neuen Computer und Handys von sehr schlechter Qualität. Er hatte neulich gesehen, wie ein paar Spritzer Balsamico ausgereicht hatten, um Claudines Smartphone in Elektroschrott zu verwandeln.“ S.69

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